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Die Gründung der Schwabengruppe

Unsere Geschichte von 1896 bis 1898

Die Anfänge der '"Schwabengruppe" des Schwarzwaldvereins in Pforzheim reichen in die Zeit vor 1898, vor der Gründung des eigenen Bezirksvereins zurück. Die ersten in Pforzheim lebenden Mitglieder finden sich in anderen Bezirksvereinen. Zu den Pionieren zählte Johann Schimpf, ein Mitglied des Bezirksvereins Calw. Zu den "Auswärtigen" in Altensteig gehörten bereits 1894 der Pforzheimer Holzhändler Eugen Lustnauer und im damals noch selbständigen Dillstein sein Berufskollege Georg Gengenbach. Im September-Heft des Vereinsblatts 1895 erscheinen als Mitglieder des Zweigvereins Calw Kaufmann Häberlin und Kaufmann Erwin von Kolb und als Mitglieder in Neuenbürg Privatier Bösenberg, August Finger, Zahnarzt Gerweck, W. Hepp, Kaufmann G. Kurtz, Pharmazeut August Mayer, Oskar Schober und Heinrich Witzenmann junior. Auch der Pforzheimer Stadtrat trat noch vor September 1895 dem Neuenbürger Zweigverein bei, man erkannte wohl rasch die Bedeutung des Vereins für die touristische Förderung der Stadt.

Am 28. März 1896 trafen sich im Nebenzimmer der "Bierhalle zum Tivoli", das an der Nordseite der "Ostlichen" zwischen Laubgäßchen und Schulberg gelegen, 15 Herren der hiesigen Stadt, um eine Ortsgruppe des württembergischen Schwarzwaldvereins zu gründen. Nachdem man über die verschiedenen Punkte gesprochen hatte, wurde die projektierte Ortsgruppe gebildet, die bereits, einschließlich der von Calw und Neuenbürg überschriebenen Herren, 26 Mitglieder zählt und Herr Johann Schimpf in Pforzheim als Obmann gewählt, an den alle Zuschriften zu richten sind. Die Ortsgruppe war dabei dem Bezirksverein Stuttgart zugeordnet.

Im Jahr 1897 besuchten drei hochrangige Vertreter des Hauptvereins aus Stuttgart, Herr Rechtsanwalt Eugen Stockmayer (Vorsitzender), Herr Buchhändler Max Holland (Rechner und Geschäftsstelle) und Herr Professor Franz Dölker (Schriftleiter des Vereinsblatts), die junge Pforzheimer Ortsgruppe. Man versammelte sich im Ratskeller in Pforzheim zum geselligen Beisammensein und dürfte die Details auf dem Weg der Pforzheimer Ortsgruppe zur Selbständigkeit besprochen haben.

Johann Schimpf, vielfältig und vor allem bei der hiesigen Turnerschaft engagiert, hatte die erste Position in der Ortsgruppe offensichtlich bald an Rudolf Kohlrausch abgegeben, denn im ersten Wanderbericht der Ortsgruppe, abgedruckt im "Aus dem Schwarzwald" Dezember-Heft 1897, wird Kohlrausch als Obmann genannt.

Am 31. Oktober 1897 hatte man mit 17 Mitgliedern, den ersten gemeinsamen Ausflug nach dem Kühlen Berg bei Emmingen unternommen und sich für die Hinfahrt nach Teinach und die Rückfahrt von Calw der Eisenbahn bedient. Mit von der Partie war Theodor Bornett, Vorstand der Pforzheimer Sektion des Badischen Schwestervereins, dessen Namen sich Johann Schimpf offensichtlich nicht richtig notiert hatte und als "Karl Burnett" wiedergab. Ein frühes Zeichen der Zusammenarbeit, die freilich in den ersten Jahrzehnten nicht immer ganz harmonisch war.

Im Frühjahr 1898 verfügte die Ortsgruppe schließlich über genügend Mitglieder, um sich zum selbständigen Bezirksverein zu mausern. Am 25. Februar 1898 fanden sich die Mitglieder "zahlreich" -wie Johann Schimpfs im März im Vereinsblatt veröffentlichter Bericht bemerkt- im Jagdzimmer des Ratskellers ein: "Der Obmann, Herr Rudolf Kohlrausch, hieß die Erschienenen willkommen und machte zunächst die erfreuliche Mitteilung, dass die Vorstände der in Betracht kommenden drei hiesigen Wandervereine (der vierte, Schwäbischer Albverein, ist noch zu schwach) sich daraufhin geeinigt haben, dass bei den stattfindenden Wanderungen des einen Vereins jeweils die Mitglieder der andern Vereine freundlichst eingeladen sind.

Infolge der fortschreitenden Mitgliederzahl trat an die Ortsgruppe die Frage, ob die Gründung bzw. Umgestaltung zu einem Bezirksverein nicht ratsam sei. Die Versammlung beschloss einstimmig die Bildung eines Bezirksvereins. Die daraus notwendig gewordene Wahl ergab: Herr Alb. Schober, Kaufmann, Vorstand. Herr Rudolf Kohlrausch, Kaufmann, Kassier. Herr Johann Schimpf, Kaufmann, Schriftführer, ferner als Ausschussmitglieder die Herren Zoll, Essig, Weckerle, Hopf, Bueß, Broß, Heck, Jabelowski und Wittum. Des weiteren wurde beschlossen, allmonatlich eine halb oder ganztägige Wanderung zu machen. Die angeschafften Touristenkarten liegen zur freien Benützung der Mitglieder beim Vorstand auf."

Fortsetzung folgt!

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